Was ist Yoga? Was ist Yoga nicht? Willkommen in der Welt des Yoga!

Jeden Monat veröffentliche ich auf meiner öffentlichen Facebook-Seite ein bestimmtes Fokusthema. Eine kleine Auswahl davon habe ich hierhin übertragen. Die Facebook-Seite ist offen, d.h. auch wenn Du selbst nicht bei FB registriert sein solltest, kann du alle meine Beiträge dort sehen und lesen. Einfach auf das kleine   hier in der Seitenecke (je nach Endgerät links oben oder rechts unten) klicken. 

Viel Spaß beim Stöbern!

Wie finde ich den richtigen Yogalehrer für meine Bedürfnisse?

Die Frage macht Sinn, denn unsere Erfahrungen im Yoga sind nicht zuletzt deutlich geprägt vom Lehrer und seiner Art zu unterrichten.

Ich kenne viele, die Yoga 1x ausprobiert haben, die besagte Stunde ihnen aus welchen Gründen auch immer nicht gefallen hat und dann nie wieder gekommen sind. Das ist natürlich schade! Denn der Ball liegt auch auf unserer Seite: Was wir lernen und mitnehmen, hängt nämlich ebenso davon ab, wie offen wir sind, neue Sichtweisen anzunehmen & Anweisungen umzusetzen.

So wie jeder Schüler, ist auch jeder Lehrer anders. Deshalb wirst du nicht umhin kommen, mehrere Stilrichtungen auszuprobieren: Es gibt schnelles, sportliches, dynamisches Yoga, aber auch viele ganz ruhige, meditative Traditionen. Man kann auch nicht pauschal sagen, dass wenn du der nervöse, aufgedrehte Typ bist, du eher was ruhiges brauchst und umgekehrt. Sich nicht vom Schubladendenken beeinflussen lassen, sondern auf seine eigene Intuition hören: Das ist der Eingang!

Fakt ist, weder blinde Hingabe noch übersteigerte Kritiksucht werden dir helfen, Yoga liebevoll in deinen Alltag zu integrieren und nutzen am Ende weder Schüler noch Lehrer: Ich sage das deshalb so deutlich, weil ich manchmal das Gefühl habe, dass viele Teilnehmer erwarten, der Yogalehrer hat bester Freund, Hellseher und Physiotherapeut in einem zu sein! Dazu noch jeden Tag bestens gelaunt und frei von jeglichen Schwächen. Dies ist aber definitiv nicht der Fall: Auch wenn der Lehrer im Kurs überaus sattelfest und vielleicht sogar weise daher kommt, heißt das noch lange nicht, dass nicht auch er/sie seine Lernaufgaben und Macken hat!

Wie alle Beziehungen die wir in diesem Leben führen, wird auch die zu unserem Lehrer uns einiges über uns selbst erkennen lassen (Spiegelwirkung). Das, was man von oder über jemand anderes sagt und denkt, sagt oftmals mehr über einen selbst aus, als über den anderen.

Der Yogalehrer sollte im Idealfall jemand sein, der dir hilft, den Weg zu dir selbst (wieder-) zu finden. Sein Charakter und Temperament sollten dabei – und das ist tatsächlich etwas paradox – keine Rolle für dich spielen.

Hier gilt es evtl. auch, sich selbst zu hinterfragen: Suchst du im Yoga ein wenig Feierabend-Entertainment und Pseudo-Spiritualität – oder willst du wirklich Yoga lernen?

(c) Diarra Diop 2016

Das Lieblings(Un-)wort aller Yogis: Loslassen

Was hat es damit auf sich, dass der Yogalehrer ständig von Loslassen und Non-Attachment, also Nicht-Verhaftet-sein spricht?

Zum einen geht es hier natürlich rein physisch gesehen um Anspannungen im Körper. Das ist der einfache Part.

Der nicht ganz so einfache Part bezieht sich auf unseren Geist. Erwartungen die wir haben, Konkurrenzdenken, Leistungsdruck, Wettbewerb, Schubladendenken, Dogmen und dergleichen.

Es geht um die 5 Kleshas (Hindernisse), die uns als Normalsterbliche gerne davon abhalten, Dinge zu tun oder zu lassen –  je nachdem. Man könnte auch sagen: Der innere Kritiker und Schweinehund.

Aber woraus besteht der genau? Laut Yoga aus 1.) Unwissenheit  2.) Ego  3.) Verhaftet sein  4.) Abstoßen und last but not least  5.) Angst.

Verhaftet sein bedeutet, du hast eine bestimmte Vorstellung von Dingen/Menschen/Situationen und wenn die Realität damit nicht übereinstimmt, hast du ein Problem. Leider können wir aber die Realität in vielen Fällen nicht ändern. Wir können unsere Mitmenschen nicht verändern, unseren Chef, die Kunden, die Familie, den Partner, die Welt als solches mit all ihren kleinen und großen Baustellen.

Das einzige was wir verändern können, ist unsere Einstellung dazu.

Manchmal hat das Leben mit uns andere Pläne, als wir selbst. Im Yoga wollen wir uns auf die Lösung konzentrieren, nicht auf das „Problem“. Wir wollen lernen, wie man Konflikte (sei es mit sich selbst oder anderen) löst, nicht, wie man sie verursacht!

Es geht darum, vor allem in Situationen, in denen auch andere Menschen eine Rolle spielen, zu akzeptieren, dass wir die Rechnung eben nicht ohne den Wirt machen können: Du magst in der Lage sein, deinen absoluten Traumjob zu ergattern. Durch Arbeit, Mühe und Fleiß. Aber wenn es um Mr. Big geht oder die Beziehung zu Deinen Nachbarn, um 2 gängige Beispiele zu nennen, da sieht es eben leider ein klein wenig anders aus.

Deshalb ist es so wichtig, beizeiten loszulassen und Erwartungen zwar nicht komplett abzugeben, aber eben anders zu formulieren. Sie anzupassen, an das, was ist.

Auch geht es um Eigenverantwortung. Im Wort Verantwortung steckt das Wort ANTWORT. Wie also ist deine Antwort auf das Leben?

Setz Dich nicht selbst unter Druck indem du zu hohe Erwartungen an Dich oder an andere hast.

Lass los und erlaube dir, ‚Fehler‘ und Erfahrungen zu machen. Alles ist möglich und das, was zunächst vielleicht wie eine Tragödie aussieht, kann sich manches Mal sogar als Glücksfall herausstellen. Wir wissen nie, durch welche Tür uns Liebe und Wohlsein erreichen.

It’s not what you look at that matters. It’s what you see!

Natürlich dürfen, ja sollen wir sogar Erwartungen vom Leben haben. Wünsche. Vorstellungen. Aber lass auch noch ein klein bisschen Platz für das, was das Leben von sich aus für Dich vorbereitet hat und Dir geben möchte.

Das Universum entfaltet sich auf seine ganz eigene Art und in vollkommener Perfektion. Und auch wir selbst entfalten uns genauso – jeder auf seine eigene Art perfekt und in seiner eigenen Zeit!! Schließlich wächst das Gras nicht schneller, wenn man daran zieht.

Energieheilung (Reiki)

Das man etwas nicht sehen kann, heißt noch lange nicht, dass es nicht existiert. Jeden Tag sind wir Menschen unterschiedlichen Kräften & Energien ausgesetzt, ohne uns dessen bewusst zu sein. Dazu gehören zum Beispiel Schwerkraft, Ozon, Elektromagnetismus und Radiowellen.

All diese Dinge kann man als normaler Mensch nur schwer beschreiben, ganz abgesehen davon, dass man sie ebenfalls nicht „anpacken“ kann und doch ist es eine unumstößliche Tatsache, dass sie existieren und funktionieren. Letztlich greifen wir völlig selbstverständlich in Hamburg zum Smartphone und rufen unseren Freund in Sydney an; wir bereiten unser Mittagessen in der Mikrowelle zu, hören Radio und gucken Fernsehen – ob wir nun verstehen, wie all das funktioniert oder nicht. Hauptsache es läuft 🙂

Genauso sehe ich persönlich es auch wenn es um  Energieheilung geht. Ich gebe gerne zu, dass ich nicht die physikalischen Kenntnisse besitze, um dieses „Phänomen“ zu beschreiben.

Es gibt so vieles, was uns noch nicht bewusst ist und trotzdem ist all dieses bereits jetzt und hier existent. Atome wurden ja auch nicht ‚erfunden‘ oder entwickelt, sondern waren immer schon seit Anbeginn der Zeit da und haben ihren Job gemacht.

Wenn es also nun darum geht, Energie und Dinge, wie z.B. Energieheilung zu erklären, stößt der logische Verstand schnell an seine Grenzen. Dabei ist Energie an sich eine wissenschaftliche/ physikalische Größe, die in joule gemessen wird. Also durchaus greifbar.

Energieheilung basiert auf dem Gesetz der Annahme, dass alles Schwingung/Resonanz ist und dieses Gesetz spielt in der Technik und (Quanten-)Physik eine große Rolle. Man denke nur an Akustik zum Beispiel oder Elektrizitätslehre. Ich ziehe hier ganz bewusst immer mal wieder den Quervergleich zur pragmatischen/klassischen Wissenschaft, um Energieheilung aus der esoterischen Ecke herauszuholen. Energieheilung ist kein Hokuspokus und keine schwarze oder weiße Magie. Trotzdem scheint es so zu sein, dass sie am Besten funktioniert, wenn man daran glaubt. Was übrigens gut zum Resonanzgesetz passt, denn: Alles, was du bewusst oder unbewusst abblockst, kann sich ja gar nicht in deinem Leben manifestieren! Wenn deine innere Tür zu und 3fach verriegelt ist, dann ist sie zu. Ende, Aus, Schluss. Dann kann Energie nicht eindringen und das will sie auch gar nicht, denn: Energie folgt immer der Aufmerksamkeit, also der Anziehung.

Ein Heiler sieht den Menschen immer in seiner Ganzheit. Also nicht nur den Zeh, die Hand oder den Bauch, sondern alle Ebenen auf denen ein Mensch existiert, inklusive der geistig/seelischen (hier passt das Wort Aura vielleicht ganz gut).

Viele Menschen sind rein körperlich betrachtet quietschfidel und fühlen sich doch krank. Wenn man z.B. Liebeskummer hat oder gerade einen nahen Verwanden durch einen tragischen Unfall verloren hat, dann kann man dies im Außen nicht wahrnehmen und doch verändert sich die Aura, das Seelenkleid dieses Menschen gravierend.

In solchen Fällen fühlt man sich schwer, antriebslos, verwirrt, ängstlich, müde – mit einem Wort einfach nur hundeelend. Alles Zustände, die jeder von uns kennt. Auch wenn man sie nicht sehen kann.

Wobei oftmals (aber nicht immer!) natürlich auch beides miteinander einhergeht: Man fühlt sich schlecht und sieht auch so aus. Wie der Tod auf Latschen sozusagen.

Was übrigens auch ein universelles Gesetz ist: Wie innen, so außen. Wie der Mensch denkt, so ist er.

Fühle ich mich schlecht, dann fühle ich mich schlecht. Nicht gut und fröhlich, sondern schlecht. Und so sehe ich dann auch meistens aus.

Ein Heiler versucht, diese dunkle, schwere Schwingung wieder aufzuwerten. Dies kann mit oder ohne Körperkontakt (z.B. Hände auflegen) geschehen. Auch Fernübertragungen sind möglich.

Der Heiler ist dabei wie ein Gartenschlauch: Er verbindet sich mit der universellen Kraftquelle und leitet diese dann an den Empfänger weiter.

An diese Kraftquelle ist grundsätzlich jeder Mensch angeschlossen. Von Haus aus sozusagen. Ich persönlich gehe sogar soweit zu sagen: Du braucht keine Reikieinweihung (Beispiel) um Reiki zu geben. Denn dieser Kanal steht jedem zur Verfügung! Niemand ist davon abgeschnitten und isoliert. Eine Einweihung dient letztlich der Bewusstsseinsmachung. Sie wirkt wie ein Ritual, welches dein Vorhaben bestätigt, zukünftig mit der Quelle zu arbeiten. Die Einweihung in eine bestimmte Energie, solltest du vorhaben, als Heiler zu arbeiten, dient quasi als Türöffner.

Aber wie gesagt: Bei energetischer Heilung geht es nicht nur um Reiki. Energie hat viele Facetten und ist extrem wandelbar, sie kann auch durch Akupunktur, durch Massagen, durch Hypnose übertragen/vermittelt werden. Es existieren konsequenterweise auch viele Mischformen.

Jeder Heiler scheint da seine eigene Quelle zu haben. Ich arbeite mit Reiki und mit Licht. Licht ist für mich eine der machtvollsten Energien/Kräfte im Universum, welches die Fähigkeit hat, überall gleichzeitig zu sein. Licht kann man übrigens immer schicken, Reiki nur, wenn der andere darum bittet (seine Tür also öffnet und bereit ist zu empfangen). Warum ist das so? Jeder Mensch ist letztlich für das, was er erlebt, selbst verantwortlich und deshalb bringt es nichts, jemanden heilen zu wollen, der (noch) gar nicht bereit dafür ist. Dies ist wohl eine der schwierigsten Lernaufgaben eines Heilers, denn wie oft sieht man Freunde leiden und möchte helfen, ‚darf‘ aber nicht. Jeder muss die Entscheidung für das eigene Glück selbst treffen, sie kann ihm nicht abgenommen werden.

Jeder Mensch ist hier, um seine ganz eigenen Themen abzuarbeiten und wenn immer jemand da ist, der ihm dies abnimmt, dann wird diese Person darum betrogen, eine für sie sehr wichtig Lektion zu lernen. Diese wäre aber nötig gewesen, um weiterzukommen.

Abschließen möchte ich meinen Blog heute damit, nochmals zu betonen, dass es sich bei geistigen/energetischen Heilen um eine Form von senkrechtem Denken handelt. Wie konzentrieren uns nicht nur auf das Symptom, sondern auf die Person als ganzheitliches System, bestehend aus Körper, Geist und Seele.

Wenn man Kopfschmerzen hat, nimmt man eine Aspirin und der Schmerz ist weg. Aber – woher kam er denn eigentlich?

Begriffe wie Heilkraft oder Energie kann man erst dann verstehen, wenn man seinen Kanal dafür öffnet. Wir müssen sie erleben, dann gibt es keine Fragen mehr.

Aufgepasst! Heilung manifestiert sich u.U. auf vollkommen andere Art, als wir es gewohnt sind oder wir damit rechnen:

Wenn du z.B. wünscht, durch eine Heilbehandlung wieder mit deinem Ex-Partner zusammen zukommen (was natürlich sowieso nicht möglich ist in der Form, aber dazu gerne ein andern Mal mehr an der Stelle!), dann kann es sein, dass du kurz nach der Behandlung, beim Schlendern durch die City in einer Buchhandlung ein Buch entdeckst, in dem du genau die Antworten zum Thema Liebe & Beziehung findest, die du immer gesucht hast. Und ‚plötzlich‘ verstehst du, dass dein Ex-Partner mit Fug und Recht dein Ex ist und du ihn gar nicht mehr zurückhaben möchtest.

Oder sagen wir, du hast chronische Bauchschmerzen und die Heilbehandlung soll Abhilfe schaffen. 2 Tage später erzählt dir ein Bekannter von einer neuen Behandlungsmethode, von der er kürzlich ‚zufällig‘ gehört hat…

Selbstverständlich kann es auch sein, dass die Heilung tatsächlich ad-hoc einsetzt und du schlicht und ergreifend einfach keine Bauchschmerzen mehr hast.

Wie gesagt: Energie hat viele Gesichter, Namen und Formen.

Lass dich überraschen und vor allem: Erlaube dir selbst, geheilt zu werden!

(c) D. Diop April 2017

Yoga & die liebe Liebe

Wenn wir Yoga als Wegweiser und -Begleiter nutzen möchten, um zu mehr Harmonie in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen zu erlangen, geht es im Grunde darum, über die rein körperliche Ebene (Asanas) hinauszugehen und stattdessen mit der Quintessenz sämtlicher spirituellen Lehren zu arbeiten und diese umzusetzen. Oft ist es ja so, dass wir viele Dinge auf der reinen Verstandesebene durchaus verstehen, nur hapert es dann an der Umsetzung.
Die Geschichte von dem Yogaweisen Bharadvaja erzählt davon: Wissen zu erlangen ist die eine Sache,  dieses dann auch zielführend umzusetzen, eine ganz andere!
Soweit so gut. Aber was bedeutet all dies nun konkret für unseren Alltag?
Es bedeutet, dass wenn wir mit jemandem eine Beziehung eingehen, es niemals mit dem Hintergedanken sein sollte, der andere möge uns nun bitteschön „vervollständigen“ und/oder „heilen“. Der Sinn & Zweck einer Partnerschaft im spirituellen Sinne beruht darauf, zu wachsen und zu verstehen, dass du bereits „vollständig“ bist! Diese Vollständigkeit kannst du dann mit deinem Partner teilen.

Das Problem ist nämlich: Liebe beschert uns eben dieses Gefühl von Vollkommenheit, Erlösung, Befreiung & Ganzheit quasi auf Knopfdruck. Wenn wir verliebt sind, verblasst deshalb auch alles andere zu schnöder Hintergrundmusik und wir gehen ganz in der Beziehung auf. Nix anderes zählt mehr. Plötzlich interessiert nur noch, was der andere will, denkt, hat, erwartet, fordert, plant, wünscht. Man könnte sagen, wir sind geradezu besessen vom anderen. Und genau darum geht es eben NICHT.

OSHO hat es einmal sehr schön erklärt: „Wenn du darauf baust, dass dein Glück von anderen kommt, dann muss natürlich auch dein Unglück von anderen kommen. Aber wozu bist DU dann eigentlich da? Du bist weder verantwortlich für dein Glück noch für dein Unglück — was ist dann deine Aufgabe?“

Mit anderen Worten: Wenn wir jemand anderes brauchen, um glücklich zu sein, sind wir im Grunde abhängig. Das mag sich jetzt vielleicht hart und unromantisch anhören, aber so ist es.

Der Weg zum Glück führt nicht über andere Menschen, die uns als „Zulieferer“ dienen, sondern der Weg zum Glück führt im besten Falle über uns selbst.

Das all dies nicht von jetzt auf gleich verstanden und gelebt werden kann, dürfte hinreichend bekannt sein!

Übrigens habe ich hierzu auch ein Buch geschrieben, wie Du evtl. bereits mitbekommen hast!? Den Link dazu findest Du unter „Aktuelles“. Yoga für Singles, erschienen im tredition Verlag

„no yoga – no peace. know yoga – know peace“

(c) Diarra Diop Januar 2015

2017/2018: Eine ganz besondere Zeitqualität und die große Wende!

Viele Menschen erleben derzeit eine Art „Richtungswechsel“. Das, was vielleicht die letzten 5, 10 oder 15 Jahre als gut uns stimmig erachtet wurde, wird immer mehr in Frage gestellt. Zunächst vielleicht nur ganz subtil und unbewusst. Mehr und mehr aber deutlich spürbar.

Viele Menschen fühlen sich derzeit zerbrechlich, innerlich unruhig und haben verstärkt die Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit in ihrem Leben. Unterstützt wird dieser Umbruch u.a. auch durch den großen Zykluswechsel, der am 17.12.17 stattfand: So wie wir hier auf Erden Jahreszeiten haben, gibt es solche Zeitenwechsel auch auf universeller Ebene. Nur, dass sich diese Wechsel nicht alle 3 Monate vollziehen, sondern alle 10 Jahre! Die letzten 10 Jahren herrschte das Element Wasser, welches für Gefühle und alles Weiche und Fließende steht. Nun herrscht das Element Erde. Das, was in der Vergangenheit eher schwammig daherkam, bekommt nun endlich mehr Struktur und wird somit greifbarer. Die beste Zeit also, um Nägel mit Köpfen zu machen

All das ist der Grund, warum sich die Welt gerade so anfühlt, als ob nix mehr so bleibt, wie es mal war.   Beziehungen werden (scheinbar) komplizierter. Das kollektive Bewusstsein verändert sich einfach zu stark.

Wir Menschen haben Jahrhunderte und Jahrtausende unter der Herrschaft von Obrigkeiten gelebt. Es gab den sogenannten kleinen Mann und eine kleine Handvoll Menschen, die die Kontrolle über die Gesellschaft hatte. Lehnsherren und Könige; später dann die Kirche.
Der Lohn dafür war Sicherheit. Allerdings hatte diese Sicherheit auch einen Preis: Bekamen sich 2 Könige in die Köppe, weil z.B. einer dem anderen Land streitig machen wollte, so müssten Hunderttausende dafür in den Krieg ziehen, kämpfen – und sterben.
Diese Programmierung hat sich in das kolletive Unterbewusstsein eingegraben und existiert im Grunde wenn man genauer hinschaut, auch heute noch: Wir, die Gesellschaft, lassen uns vom Staat führen. Wir geben unseren 10. Teil ab (unsere Steuern. Leider inzwischen weit mehr als nur 10%…) und müssen uns dafür im Grunde um nix mehr kümmern. Bekommen also Sicherheit. Straßenbau, Industrie, Sozialversicherung… alles läuft wie geschmiert.
Auf der Arbeit in den Konzernen und Unternehmen ist es ähnlich: Einer hat den Hut auf, die anderen arbeiten zu.
Soweit, so gut.

Jetzt ist es aber so, dass der Mensch diese Führung und diese Art von Leben nicht mehr kommentar- und anstandslos akzeptiert und für gut befindet. Die Programmierung möchte aufgelöst werden. Man möchte mehr Mitspracherecht; außerdem gibt es immer mehr Leute die sagen: Lieber hab ich weniger Geld, aber dafür mehr Freiheit. Früher waren Status und Prestige unheimlich wichtig. Heute zählen vermehrt ganz andere Werte.
Guckt Euch die letzte Bundestagswahl an bzw. die Präsidentschaftswahl in den USA! Die Gesellschaft müpft auf, das Establishment hat ausgedient bzw. ihm wird nicht mehr widerstandslos vertraut und hinterhergelaufen.
Und das ist auch gut so!

Irgendwie scheint es so zu sein, als würden wir alle im Moment im Kollektiv dabei sein, uns freizuschwimmen.
Kein Wunder also, dass es hier und da dann auch schon mal zu hitzigen Auseinandersetzung und Emotionsentladungen kommt.
Wo „gearbeitet“ wird, fallen Späne.
Beziehungen verändert sich deshalb, weil dieser Wunsch nach Gerechtigkeit, nach Freiheit und auch nach Macht, in uns ALLEN wirkt! Ob einem das bewusst ist oder nicht, spielt hier keine Rolle.
JEDER will gehört und gesehen werden, möchte seinen Standpunkt verteidigen und sich akzeptiert wissen. Deshalb sucht man jetzt vermehrt die Nähe zu Menschen, die die gleichen Ziele und Wertvorstellungen haben. Alte Freundschaften, die ausgedient haben, weil man sich zu weit auseinander gelebt habt, werden aufgelöst usw.

Dieses Thema „Macht“ ist ganz wichtig, unterschätze das nicht: Es geht hier um eine gewisse „gesunde Arroganz“ dem anderen gegenüber, insbesondere wenn man das Gefühl hat, dass er einen nicht versteht bzw. – was noch schlimmer ist – verändern will. Wir wollen uns nämlich im Grunde nicht verändern und weiter unterdrücken/fremdbestimmen lassen: Wir wollen so geliebt und genommen werden, wie wir sind!
Wir sind lange genug nach der Pfeife von weiß der Geier wem getanzt – jetzt fordert unsere Seele ihre Macht zurück.

Es wird natürlich immer Menschen geben, die all dies nicht verstehen oder verhohnepiepeln, wie man so schön sagt (sprich: sich lächerlich machen) über uns, die wir spirituell sind und all dies spüren, auch wenn wir es manchmal selbst nicht ganz verstehen und erklären können.
Aber wie gesagt: Wenn wir jetzt immer mehr in die Tiefe gehen und hinter die Kulissen blicken, dann werden auch die anderen über kurz oder lang nicht daran vorbeikommen!

Ich werde in meinem Fokusthema für November noch ein wenig mehr hierzu schreiben (sozusagen den 2. Teil), für heute soll es aber erst mal genug an Informationen sein. Ich weiß, dass einige noch Berührungsängste haben, was spirituelle Themen angeht und erst Recht dann, wenn es darum geht, sich zu outen und zuzugeben, dass man selbst all dieses ebenfalls spürt. Auch ich bin mir manchmal gar nicht so sicher, wie viel ich in meinem Yogastunden preisgeben soll von meiner Sensibilität etc. Aber ich sage Euch: Es gibt soooo viele Menschen, die absolut so ticken wie wir! Und es werden immer mehr.

19. Oktober 2017 (mit Ergänzungen vom 30.01.18)

Achtung: FALLE!!

Bei aller Liebe zu Yoga, Spiritualität und dem Wunsch nach Weiterentwicklung – irgendwann kann es passieren in eine Art „spirituelle Falle“ zu geraten: Man ist im Grunde ununterbrochen auf der Suche nach DEM richtigen Rezept für sein Leben, dem richtigen Lehrer, dem richtigen Yoga, dem und dem Seminar, bei dem man endlich lernt, wie man es schafft, bei sich selbst anzukommen – und was ja noch viel wichtiger ist – auch bei sich zu BLEIBEN. Dauerhaft. Nicht ständig 1 Schritt vor und 2 zurück.
Diese Suche kostet nicht nur unheimlich viel Energie, sondern auch viel Zeit und Geld!
All diese Konzepte da draußen – von Chakra-Cleaning über Arbeit mit dem inneren Kind, Hooponopono, Reiki, Quantenheilung und was es nicht noch so alles gibt – sind eben letztlich auch wieder nur Konzepte; also Glaubensmuster und Schubladen, von denen wir uns versprechen, die „Lösung“ zu finden.
Und wenn man wirklich fest daran glaubt, funktionieren sie auch. Bis man in das nächste Loch fällt.

Ich denke, es ist so, dass wir in der Regel 2 Probleme haben bzw. eines von zwei Problemen: Entweder mit uns selbst oder eben mit ‚den anderen‘. Sei es dem Ehepartner, dem Job, den Eltern, Nachbarn, Kindern, Freunden… whatsoever!
Entweder es ist das eine oder das andere und wenn es ganz schlecht läuft, beides zusammen. „Ich bin nicht OK. Und die anderen sind es auch nicht.“
Wo wir aber hin möchten ist ja ins Gegenteil: Eine wohlwollende Einstellung sowohl mir selbst, als auch allen anderen gegenüber. „Ich bin OK, du bist OK!“

Meiner Erfahrung nach funktioniert das am Besten, indem ich Schritt für Schritt lerne, mich zunächst einmal selbst so wie ich bin anzunehmen. Und zwar wirklich so wie ich bin! Mit allen Schattenseiten, Ecken und Kanten. Es ist natürlich vollkommen in Ordnung, den Wunsch zu haben, sich zur besten Version seiner Selbst weiterzuentwickeln. Nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch in dem aller Mitmenschen – lach. Keine Frage!! Aber Hand aufs Herz, mal ganz ehrlich: Wenn du ein Pinguin bist, dann machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keinen Elefanten (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
Wenn wir denken, irgendetwas stimmt mit uns (oder den anderen) nicht, dann sind wir ja genau wieder da, wo diese ständige Sucherei anfing: Irgendetwas stimmt mit mir nicht, und deshalb kann ich auch dieses oder jenes (noch) nicht erreichen, machen oder tun. Mir fehlt etwas. Und dies gilt es zu finden.
Die Wahrheit aber ist: Es fehlt gar nichts! Alles ist da. Alles ist möglich.
Im Yoga wird dieses Unwissen Maya (manchmal auch Lila) genannt.
Als wir uns entschlossen haben, auf dieser Erde zu inkarnieren, da kamen wir von einem Ort, an dem es nur Licht und Liebe gab bzw. gibt. Unser Wunsch war, auch das Gegenteil zu erfahren, das Leben in all seinen Facetten. Inklusive Dunkelheit, Schmerz, Leid usw. Dieses Leid(en) und auch diese Suche nach Erlösung davon werden übrigens auch in den vier edlen Wahrheiten im Buddhismus beschrieben.
Und damit wir in Ruhe all diese Erfahrungen machen können, gibt es diesen Schleier, der unseren wahren Ursprung verdeckt. Wir haben unser wahres Selbst quasi vergessen. Ganz ganz tief unten drin wissen wir zwar immer noch, dass wir und das alles letztlich Liebe und Licht ist. Aber dies ist eher ein abstraktes Gefühl, ein Hoffen. Und so gilt es, die Liebe hier auf der Erde mühsam zu entdecken und zwar trotz all dem Leid und den Problemen, die es gibt. Wenn in diesem Zusammenhang von Liebe gesprochen wird, dann ist damit selbstverständlich nicht unser ‚Verlangen‘ gemeint, sondern Liebe ohne Bedingungen. Ohne Forderungen und Fragen.
Wir sind spirituelle Wesen, die hier auf Erden menschliche Erfahrungen sammeln. Mit allem, was dazu gehört. Wir sind nicht hier um „erlöst“ zu werden. Weder durch oder von einem Guru, einem Seminar oder sonstigem. Wir sind hier, um zu leben.

Insofern gibt es auch keine finale Er-Lösung – weder vom Suchen, noch vom Finden und auch nicht vom Brauchen, Wollen und Warten.
Nicht wirklich jedenfalls. Temporär mag es immer mal jemanden oder etwas geben, der dir das Gefühl von Frieden und Be-Friedigung gibt. Aber wehe, sie kommt irgendwann, die erste Krise in der Glückseligkeit… dann sind wir sofort wieder mittendrin in unserem kleinen Dramaspielchen und der spirituellen Falle.

Wenn wir es schaffen, uns selbst anzunehmen wie wir sind (und das kann ein verdammt langer Weg sein), dann ist der 2. Schritt, auch alle anderen Menschen um uns herum so anzunehmen, wie sie sind. Wir haben alle unsere Macken. Es geht hier auch keineswegs um Schuldzuweisung, nicht um DICH oder MICH als Einzelperson. Es geht um UNS.
Es geht nicht darum, besser oder spiritueller zu sein, als irgendjemand sonst.
Es geht darum zu erkennen, dass die Dinge und die Menschen eben so sind, wie sie sind.

Alleine mit diesen beiden Entwicklungsstufen kann man jahrelang, manch einer vielleicht sogar ein ganzen Leben lang beschäftigt sein!
Das ist nichts, was von Dienstag auf Mittwoch passiert und fertig ist die Kiste.
Und es passiert auch nicht (nur) in der Stille! Jede Diskussion, jeder Streit, jede echte Lebenskrise führt dich genau dahin, wo du hinmöchtest. Hin zurück zu dir!
Du kannst jeden Tag 3 Stunden meditieren – aber trotzdem werden dir all die „Dramen“ da draußen in der richtigen Welt nicht erspart bleiben.

Und am Ende, das ist das Skurrile daran ist folgendes: Wir ziehen los, um uns zu verändern; um Frieden durch jemanden oder etwas außerhalb von uns selbst zu finden. Dann stellen wir fest, dass dies nicht funktioniert. Und kommen somit über kurz oder lang wieder bei uns selbst an.
Es gibt keine Abkürzung dafür. Wir müssen all diese (Um-)Wege gehen, um genau dies zu erfahren!!

Und wie werden wir wissen, wann wir angekommen sind? Eckhart Tolle sagt: Wenn du diese Frage nicht mehr stellen musst!

„Yoga is the practice of dealing with the consequences of being yourself“